Pierluigi Isola

Lungotevere - Blick auf die Engelsburg in Rom

Lungotevere - Blick auf die Engelsburg in Rom. Ein Gemälde von Pierluigi Isola

An dieser Stelle präsentiere ich in unkonventioneller Folge, just dem Rhythmus der Begeisterung folgend, Kunstwerke, deren Anblick, Aura, Botschaft und Schönheit, zu näher Betrachtung auffordert.

Die Engelsburg, eines der ältesten Bauwerke Roms, könnte heute wohl niemand eindrücklicher darstellen als der römische Maler Pierluigi Isola. 1958 wurde er in Rom geboren. Im Atelier des Vaters, dem Maler Giancarlo Isola, unternahm er bereits als Junge die ersten Malversuche und absolvierte später, fasziniert von der Welt der Malerei, ein Studium an der Accademia di Belle Arti in Rom. Unermüdlich befasste er sich mit antiker Traktatliteratur zu Themen der bildenden Kunst und setzte sich intensiv mit den Darstellungen und Techniken der alten Meister auseinander. Auf dieser profunden praktischen und theoretischen Basis entwickelte Isola sehr bald seine persönliche künstlerische Sprache. Diese verleiht ihm heute eine singuläre Stellung unter den zeitgenössischen italienischen Malern.

„Lungotevere“: Pierluigi Isola hat sich hier für eine reduzierte Darstellungsform entschieden. Er verzichtet auf jegliche Detaildarstellung, was die monolithische Erscheinungsform des Baukörpers der Engelsburg besonders betont.

Als Mausoleum für Kaiser Hadrian erbaut, wurde die Engelsburg 139 n. Chr. vollendet und bis 217 n. Chr. als Grabstätte für die römischen Kaiser genutzt. In der Folge diente der Bau den römischen Päpsten als Fluchtburg und während der Inquisition als Kerker. Ende des 19. Jahrhundert ging das Gebäude in den Besitz der italienischen Armee über und ist heute viel besuchtes Museum.

Ebenso schlicht hält der Maler die Darstellung des sich im Hintergrund auf dem Kapitolshügel erhebenden Vittoriano, dem Nationaldenkmal für Vittorio Emanuele II, erster König des neugegründeten Königreiches Italien. Das Monument wurde 1911 – nach fast dreißigjähriger Bauzeit, anlässlich des 50. Jahrestages der Einigung Italiens - eingeweiht und gilt als Symbol der Italienischen Republik.

Im Vordergrund des Gemäldes überspannt die dreibogige Ponte Vittorio Emanuele II die gesamte Bildbreite. Das üppige Skulpturenprogramm aus Bronze und Travertin der ebenfalls 1911 vollendeten Brücke hat Isola nur sanft angedeutet. Das Zierwerk an Brückenpfeiler und –bögen wird fast gar nicht wiedergegeben.

Durch eine bewusst reduzierte Formensprache gelingt es dem Maler, sich bewusst auf die Wiedergabe der ins golden glänzende Sonnenlicht getauchten Architekturen zu konzentrieren. Mit scheinbar leichter Hand erhebt Isola die Farben des Lichts zum eigentlichen Protagonisten der Architektur-Szene am Tiber.

Ihre

Nathalia Laue

 

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